New York

Liebes Tagebuch,

träumt nicht jedes Kind davon einmal in New York gewesen zu sein? Ok, vielleicht auch nur fast jedes Kind. Spätestens, wenn man Kevin – Allein in New York geguckt hat. New York war tatsächlich ein Punkt auf meiner Wunschliste. Ich wollte wissen, ob New York wirklich so laut, bunt und hektisch ist, wie es immer dargestellt wird. Und ja, ich kann es bestätigen. Wir waren zwar nur eine Woche im Februar in New York, aber dennoch war es laut, bunt und hektisch. Aber beeindruckend. Falls du dich jetzt fragst, warum wir im Februar nach New York fliegen – ganz einfach: Die Flüge waren verhältnismäßig günstig. Wir hatten tatsächlich mal einen Radiobeitrag gehört (Radio geht ins Ohr, bleibt im Kopf), dass Flüge passend zum SuperBowl günstig sein sollen. 

Wir haben uns bewusst ein Hotel inkl. Frühstück direkt am Times Square gebucht. So konnten wir mehrere verschiedene U-Bahn Linien nutzen. Für jemanden, der nicht täglich mit der U-Bahn fährt, kann das New Yorker U-Bahn-System sehr herausfordernd sein.

Der Flug von Amsterdam nach New York verlief reibungslos. Wir sind in Newark gelandet und mussten am Check-In-Schalter ca. 1,5 Stunden warten, bis wir endlich offiziell Einreisen durften.

Da wir genau am Superbowl-Abend in New York angekommen sind, haben wir uns gemütlich in der Rooftop-Bar unseres Hotels das Spiel angesehen. Ok, nur bis zur Halbzeit-Show, danach sind wir müde und gejetlagt (gibt es dieses Wort überhaupt?) ins Bett gefallen.

Wenn ich an New York zurückdenke, gibt es sieben Highlights, die mich immer wieder an New York erinnern werden. Wahrscheinlich wirst du nun die Hand an die Stirn hauen und dir denken: Krass, du kennst New York auch echt nur aus Filmen, oder?

Highlights

Parks

Ich hätte nicht gedacht, dass New York so viele Grünanlagen und Parks zu bieten hat. Klar kennt man den Central Park und die damit einhergehende Eisfläche im Winter, und die endlose Allee mit den vielen Bänken links und rechts. Aber trotz dieser Metropole gab es überall Parks, Cafés mit Sitzmöglichkeiten direkt an der Straße oder die Highline. Eine ehemalige Güterbahntrasse, die zu einem Park umgebaut wurde. Ich habe kurz überlegt, ob ich dort regelmäßig spazieren gehen würde, wenn ich in New York leben würde. Das Schöne an der Highline ist, dass der Einstieg fast direkt beim Vessel (eine beeindruckende 45 Meter hohe Wabenstruktur aus 154 Treppenläufen – Wer braucht da noch ein Fitnessstudio?) ist und der Ausstieg beim Chelsea Market und Little Island ist. Der Chelsea Market ist bekannt für ihre große Auswahl an Lebensmittelhändlern, Läden und Restaurants. Little Island ist ein kleiner künstlich angelegter Parkt, der über dem Hudson River schwebt. Er bietet eine grüne Oase mit geschwungenen Wegen, Aussichtspunkten und einem Amphitheater.

Streetfood

Wenn man in Deutschland nicht gerade auf dem Wochenmarkt oder auf Flohmärkten ist, sind Straßenverkäufer erstmal suspekt. Aber in New York ist es total normal, dass man sich an einem Stand etwas zu essen holt. Und ich muss sagen: Nachdem man den ganzen Tag auf den Beinen war und New York im Winter echt kalt ist (wir hatten sogar Schnee), gibt es fast nichts Besseres als sich schnell etwas zu Essen zu holen und dann gemütlich im warmen Hotelbett zu liegen.

Interessant zu beobachten, sind aber auch die vielen Café mit ihren zahlreichen kleinen Tischen, die eng an eng aneinander gereiht sind und passend zur Mittagszeit von Geschäftsleuten belegt werden. 

Aussichtsplattformen

Das Erlebnis und die Aussicht im Summit One Vanderbilt sind atemberaubend. Wir haben uns vielleicht auch den besten Tag ausgesucht: Blauer Himmel und Sonnenschein. Zum Glück haben wir noch spontan um 15 Uhr Tickets bekommen und konnten direkt in den 92. Stock hochfahren. Kaum geht die Fahrstuhltür auf, denkst du, du seist in einer anderen Welt. Hoch oben über New York mit Blick auf den Central Park, das Chrysler Building und das Empire State Building. Passend zum Sonnenuntergang saßen wir in der Rooftop-Bar und haben uns den faszinierenden Sonnenuntergang angesehen.

9/11 Memorial Museum

Während New York dir das Gefühl gibt, dass diese Stadt einen Superlativ nach dem anderen zu bieten hat, lässt dich das 9/11 Memorial Museum demütig werden. Es ist ein Ort des Gedenkens und der Stille, der uns so tief berührt hat. Die riesigen Wasserbecken an der Stelle der ehemaligen Twin Towers sind beeindruckend und die Atmosphäre im Museum lässt einen nachdenklich werden. Man spürt die Geschichte an jeder Ecke und es ist ein wichtiger Stopp, um zu verstehen, wie sehr dieser Tag die Stadt und ihre Menschen geprägt hat. Ein Besuch im 9/11 Memorial Musem lässt sich kaum in Worte fassen, aber ich bekomme noch beim Schreiben Tränen in den Augen, wenn ich an die vielen Namen und Schicksalsschläge denke.

Und vermutlich weißt du auch noch, wo du warst, als du damals die Bilder vom World Trade Center im Fernsehen gesehen hast, oder?

New York bei Nacht

Eine kostenlose Fahrt mit der Staten Island Ferry, um die Freiheitsstatue zu sehen ist definitiv cool. Und ein echter Tipp für das schmale Portemonnaie. Aber tatsächlich ist eine Fahrt bei Nacht unfassbar beeindruckend. Die Stadt strahlt abends noch einmal eine ganz andere Atmosphäre und Stimmung aus. Hierfür haben wir uns eine Habour Nights Tour von Circle Line gebucht, die ca. 2 Stunden lang war und entlang der Skyline von Manhattan stattfand.

Times Square

Ich glaube, so richtig wahr genommen habe ich den Times Square erst in dem Film „Happy New Year“. Ja, ich bin wieder in meiner Filmwelt unterwegs und vielleicht schlägst du dir auch jetzt wieder mit der Hand gegen die Stirn. Aber erinnerst du dich noch an legendäre Balldrop zum Neuen Jahr? Irgendwie ist mir diese Szene im Gedächtnis geblieben und somit war klar: Der Times Square gehört auf unsere New York-Besuchsliste: Der Times Square verkörpert alles das, was ich über New York gedacht habe: Laut, bunt und hektisch. Am Times Square ist immer buntes Treiben, abends noch mehr als tagsüber. Hier gibt es immer etwas zu sehen und es lohnt sich die verschiedenen Stores zu besuchen oder einen typischen New Yorker Cheesecake zu essen. Der Times Square gehört einfach zu New York und daher ein Muss auf unserer Liste.

Brooklyn Bridge

Wenn ich das Wort Brooklyn höre, muss ich immer direkt an Gossip Girl denken: XoXo. Tatsächlich verbindet die 1883 eröffnete Hängebrücke Manhattan mit Brooklyn über dem East River. Sie ist knapp 1,8km lang und bietet eine super Möglichkeit für Fotos und einen kleinen Spaziergang. In Brooklyn angekommen, sind wir durch den New Yorker Stadtteil Dumbo gelaufen. Dumbo wirkte auf uns jünger und trendiger. Die Kopfsteinpflasterstraßen erinnerten ein wenig an Europa, aber die umgebauten Lagerhäuser sahen einfach cool aus. Egal, ob man zum Dumbo-Manhattan Bridge View spaziert, um eins der berühmtesten Fotos zu machen oder durch den Brookyln Bridge Park geht, Brooklyn ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In diesem Sinne: XoXo.

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