Juist

Liebes Tagebuch,

eigentlich war unser Vorsatz ja, dass wir jedes Jahr eine ostfriesische Insel bereisen wollen. Tja, und wenn der Satz nicht mit “eigentlich” begonnen hätte, dann hätten wir es auch fast geschafft. Aber immerhin haben wir Langeoog, Borkum, Norderney und Juist besucht… Uuuuund Trommelwirbel: Wir sind bei Juist hängen geblieben. Warum? Weil diese Insel alles an Ruhe ausstrahlt, was uns wichtig ist. Wer eher Nachtleben, Trubel und Action möchte, wird sich auf Norderney sehr wohlfühlen.

Die Strände auf Juist sind endlos weit und man kann dort super am Strand bis an das andere Ende der Insel spazieren. Aber auch der klassische ostfriesische Tee im Lütje Teehuus ist absolut empfehlenswert. Aufgrund des ostfriesischen Teeservices kamen wir uns wie Puppen in einem Puppenhaus vor. Einfach perfekt, um sich ein bisschen Ruhe und Wärme zu gönnen.

Da wir ja, wie du weißt, über Ostern auf Juist waren, haben wir eine ganz besondere Art des Osterfeuers erlebt. Beim ostfriesischen Osterfeuer wird eine Puppe an einem Galgen direkt oben auf dem Osterfeuer gehängt und verbrannt. Je nachdem wie der Wind steht und wie hoch die Flammen schlagen, fängt die Puppe schnell Feuer und verbrennt. Die Puppe personifiziert den Winter, der ausgetrieben wird und dem Frühling Platz macht. Tja, Tradition ist eben Tradition.

Allgemeine Informationen zu Juist

Juist ist eine 17km lange und 900m breite, autofreie Insel in der Nordsee zwischen Borkum und Norderney. Pferdekutschen, Fahrräder und das Wattenmeer prägen das Bild. Juist ist bekannt für Entschleunigung, seine weiten Strände, traumhaft schöne Dünen und den Hammersee. Die Anreise ist tideabhängig oder per Flugzeug möglich. Der Ortskern Loog bildet das Herzstück der Insel.

Anreise und Wissenswertes Vorort