Ameland
Liebes Tagebuch,
wir waren für vier Tage über Ostern auf Ameland und haben in einem kleinen Hotel namens Molenzicht inkl. Frühstück direkt in Nes übernachtet. Ameland ist wie erwartet ein Ort für alle, die Ruhe suchen, Natur lieben und dem Alltag entfliehen wollen. Also für uns der perfekte Ort für einen Kurztrip.
Wie du ja weißt, wohnen wir nicht weit von der niederländischen Grenze entfernt. Somit ist die Anreise zum Hafen in Holwerd für uns fast ein Katzensprung. Na ja, da ich ja gerne auf Nummer sicher gehe, hat es mich schon ein wenig gestresst, dass man am Hafen keinen Parkplatz im Vorfeld reservieren kann. Es gilt: First come, first serve. Besonders vor Ostern war ich der festen Überzeugung, dass wir einen Parkplatz suchen dürfen. Aber Pustekuchen. Tatsächlich hatten wir sogar einen überdachten Parkplatz. Also Auto geparkt, Handgepäck in den süßen kleinen Wagen verstaut, Foto von dem Wagen gemacht – damit wir auch unser Gepäck wirklich wiederfinden, und ab auf die Fähre. Es ist echt interessant zu sehen, wie die Autos und Fahrräder im Tetris-Style auf die Fähre gefahren werden. Die Überfahrt dauert knapp 45 Min. Wer schneller anreisen möchte, kann die Schnellfähre mit 20 Min. Fahrzeit nehmen. Da für uns aber die Erholung mit Ausschalten des Autos anfängt (oder in meinem Fall: Mit Finden eines Parkplatzes), entscheiden wir uns immer für die normale Überfahrt – natürlich ist es auch die günstigste Variante.
Um Ameland mit all ihren schönen Ecken entdecken zu können, haben wir uns zwei normale Fahrräder geliehen – also ohne Motor. Na ja und die Orte auf Ameland sind eh autofrei und unser Auto steht ja auf dem Festland.
Unsere erste Radtour führte uns durch Hollum, vorbei am Leuchtturm, durch das Zwergendorf im Hollumer Wald bis nach Ballum: Schöner „Rückblick“ auf Hollum und seinen Leuchtturm
Unsere zweite Radtour führte uns zum östlichen Ende von Ameland entlang den unfassbar schönen Dünen. Die Fahrradwege sind mit “Fietspad” ausgeschildert und lassen sich herrlich befahren: Dünenpfad Ameland
Selbst das Geräusch der rollenden Fahrräder über den Kiesweg zwischen den Dünen sorgt für Entspannung und Erholung. Ebenfalls gibt es immer wieder kleine Gelegenheiten zum Anhalten und Genießen. Entweder direkt am Fietspad oder mit einem kurzen Fußmarsch über die Dünen mit Blick auf den Strand und das Meer.
Allgemeine Informationen zu Ameland
Hollum gilt als der geschichtsträchtige Westen mit seinem rot-weiß gestreiften Leuchtturm „Bornrif“. Der historische Ortskern mit seinen denkmalgeschützten Kapitänshäusern lädt zum Verweilen ein. Ebenfalls finden hier regelmäßig das spektakuläre Aussetzen des Pferderettungsbootes statt.
Ballum ist das kleinste und beschaulichste Dorf auf Ameland. Das Dorf ist geprägt durch seine Kopfsteinpflasterstraßen und alten Bäume. Nicht zu vergessen: Der berühmte „Nobeltje“-Likör.
Nes ist das touristische Herz der Insel. Hier kommen die Fähren an und das Dort bildet eine bunte Mischung aus alten Backsteinhäusern, modernen Boutiquen, Cafés und Restaurants.
Buren ist das einstige Bauerndorf. Viele ehemalige Bauernhöfe wurden zu Ferienunterkünfte umfunktioniert.
Anreise und Wissenswertes Vorort
- Die Fähre kannst du über Wagenborg vorab buchen
- Die Fähre startet am Fährhafen in Holwerd; die Überfahrt dauert ca. 45 Min oder mit dem Schnellboot 20 Min.
- In den Ortskernen sind Autos und Busse verboten
- Hauptverkehrsmittel sind Fahrräder (es fahren aber auch Busse direkt vom Hafen zu den Dörfern)
- Genieß die tolle Aussicht auf den Strand, das Meer und den atemberaubenden Sonnenuntergang im Restaurant Sjoerd Ameland (wir spielen hier gerne Skip-Bo)
- Genieß gutes Essen (wir empfehlen Kaasfondue) und eine umfassende Getränkeauswahl auf der beheizten Terrasse im Nes Cafe
- Genieß einen leckeren Kaffee im Amelander Koffiehuys en Branderij und such dir die passenden Bohnen dazu aus